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Vermeintlicher "Bombenfund" beim 1. Wiesbadener Nachtsprint

Zieleinlauf in WiesbadenJeder Wettkampf hat irgendwo seine Geschichten. So auch der Wiesbadener Nacht-Sprint am 14.09.2012 in Wiesbaden-Biebrich. Eigentlich verlief alles nach Plan. So wie es viele von ihren eigenen Wettkämpfen auch schon viele Male erlebt haben. Das WKZ wird aufgebaut, es wurde ausgeschildert. Die SI-Stationen wurden präpariert, die Postenschirme im Wettkampfgebiet gesetzt.

 

Die ersten Läufer finden sich am WKZ ein, die SI-Stationen werden gesetzt. Es sah alles ganz normal aus. Etwa 95 Läufer fanden den Weg nach Wiesbaden, und konnten sich bei idealem Wetter auf einen spannenden Wettkampf freuen. Nachdem es am Start erst einmal die Treppe hochging, blieb kaum die Möglichkeit einen richtigen Blick auf die Karte zu werfen. Gleich danach musste die Entscheidung her, rein in den Park, oder raus? Wer raus musste, kam in den Genuss, ein klein wenig Altstadtflair genießen zu dürfen. Wer rein durfte, dem öffnete sich eine über einen Kilometer lange Parkanlage. Leider durfte die ausrichtende Skizunft Wiesbaden diesen aus Genehmigungsgründen nicht so nutzen, wie sie am liebsten wollte. Doch das wäre wieder eine andere Geschichte.

 

Kartenausschnitt H 19Die des Wiesbadener Nacht-Sprints begann am Posten 54. Oder endete dort. Er war nicht mehr da. Fröhlich spielende Kinder wussten den Läufern zu berichten, die Polizei hat ihn mitgenommen. Doch wer glaubt den schon so etwas? Die Ausrichter gingen der Sache auf den Grund und suchten den Postenstandort auf. Auch die anwesenden Mütter der Kinder versicherten diese Geschichte: eine ältere Dame hat Angst bekommen. Nachdem der Postensetzer mit seiner Weste voller SI-Stationen (sieht brutal aus, ja) einen dieser Kästen dort platzierte, war sie sich sicher, da stimmt was nicht. Das muss eine Bombe sein, man hört ja überall wie schlecht die Welt ist. Also Polizei Anrufen und Bombe entschärfen lassen!

 

Unglaublich, aber wahr! Die Biebricher Polizeistation bestätigte den Organisatoren die Geschichte, man könne den Posten im Revier abholen. Am Revier angekommen die Versicherung:  "Eigentlich haben Sie ja alles richtig gemacht, Ihre Veranstaltung war ordentlich angemeldet und wir wussten Bescheid." Doch wie man es auch hinterher diskutiert hat, es ließ sich nicht ungeschehen machen, da half auch die Postenwache im Vorfeld nichts mehr….

 

Der Wettkampf lief allerdings weiter und es gab einige enge und schnelle Zeiten. Und doch war die Bahnlegung anscheinend nicht zu leicht, hier und da ging bei dem einen oder anderen dann doch ein Posten verloren. Wir hoffen, dass die Karte und das Gelände für das entstandene Durcheinander ein wenig entschädigen konnten.

 

Text + Bilder: Benno von Kutzschenbach