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Sprint und Sprintstaffel bei bestem Wetter in Radeberg

Am Sonntag den 11. Juni verwandelte sich Radeberg, besonders als Bierstadt bekannt, zur Sprint-Orientierungslaufmetropole für Läufer aus Polen, Tschechien und Deutschland. 

Der Post SV Dresden lud zu den Sächsischen Meisterschaften und einer Sprintstaffel, bei heißen Temperaturen und bestem Sonnenschein ein - und 240 Läufer folgten dieser Einladung. 
 
Bereits vorab stellten sich viele Läufer die Frage, ob ein ungenutztes Gelände, so nah am OL-Zentrum Dresden noch viel Spannung hergeben kann. 
Doch die Teilnehmer wurden nicht enttäuscht. 
 
Im Einzellauf wurden die Läufer zu jeder Sekunde sowohl geistig als auch physisch gefordert. Unübersichtliche Schulgelände, enge Altstadtgassen sowie ein verschachteltes Kirchengelände forderten den Läufern maximalen Weitblick beim Planen ihrer Routen ab. 
So mancher Teilnehmer wurde durch unzureichendes Lesen der Postenbeschreibung im Postenraum böse überrascht. 
 
In der Herren Elite lieferten sich Wieland Kundisch und Karsten Leideck (beide USV TU Dresden) wie erwartet einen packenden Zweikampf, den Wieland Kundisch knapp für sich entscheiden konnte. „Durch gutes Vorplanen bis in den Postenraum konnte ich sämtliche Orientierungsaufgaben vorab gut einschätzen“, erklärte der frische Landesmeister im Zielbereich. 
Karsten Leideck, der zwischenzeitlich einen großen Vorsprung auf Wieland aufbauen konnte, musste durch Stehen auf der falschen Zaunseite seinen Tribut zahlen. 
 
In der Damen Elite konnte sich die estnische Nationalläuferin, Kerstin Uiboupin, mit vier Sekunden Vorsprung den Sieg sichern. 
Die zweitplatzierte polnische Läuferin Malgorzata Szeliga lies nach den Einzelläufen auf starke Konkurrenz bei der Sprintstaffel zur USV TU Dresden Staffel (Leidek, Uiboupin,Kundisch) hoffen. 
 
Und die Zuschauer auf dem Sportplatz der Pulitzer Straße wurden keinesfalls enttäuscht. 
Schon nach der ersten Strecke lag die Staffel von UKS Orientpark.pl Iwiny nur in Sichtweite hinter Karsten Leidek. 
Kerstin Uiboupin hatte in den verwinkelten Gemäuern von Schloss Klippenstein kleine Schwierigkeiten, sodass nach der zweiten Strecke die polnische Staffel in Führung lag. 
Doch den Landesmeister Wieland Kundisch auf Position 3 zu setzen war eine kluge Entscheidung seitens des USV TU Dresden. 
Schon nach den ersten vier Posten der dritten Staffelstrecke lag die Dresdener Staffel in Führung und konnte ihren Vorsprung auf über eine Minute ausbauen. 
 
Mit Aussagen wie: „Der anspruchsvollste Sprint-OL meines Lebens“ (T. Kääriäinen) und „DM-würdige Organisation, Gelände und Bahn“ (M. Fritzsche)  konnten die Helfer, Bahnleger Matthias Kretzschmar und Kartenzeichner Anton Kamolz ein hervorragendes Fazit ziehen.
 

Text und Bilder: Anton Kamolz

 

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